Kindy Hilfe

Für LeitungStand 26.07.2026

Dienstplanung & Personalplanung

Übersicht

Dieses Handbuch beschreibt die neuen Funktionen rund um die Dienst- und Personalplanung in Kindy:

  • die Deckungs-Ampel direkt im Dienstplan (zeigt pro Tag, ob genug Personal eingeplant ist),
  • die Pflege von Schließtagen der Einrichtung und ihre Anzeige in allen Apps,
  • das Planungsprofil je Mitarbeiter:in (feste freie Tage, Höchstgrenzen, Schicht-Wunsch),
  • die assistierte Dienstplanung (Vorschläge bei Ausfällen und zum Füllen einer Woche),
  • die Personalbedarfs-Prognose in der Trägerverwaltung,
  • die Verknüpfung von Schließtagen mit dem Arbeitszeitkonto.

Jeder Abschnitt nennt: wo die Funktion zu finden ist, was sie tut, wie sie Schritt für Schritt bedient wird und worauf beim Testen zu achten ist.

1. Deckungs-Ampel im Dienstplan

Die Deckungs-Ampel zeigt für jeden Werktag oben in der Tagesspalte des Dienstplans auf einen Blick, ob die geplante Besetzung zum Betreuungsbedarf passt. Sie nutzt dieselbe Berechnung wie die Personaldeckung (Personalschlüssel).

Wo zu finden

  • Kita-Konto: Über das Hauptmenü Dienstplan öffnen. Die Ampel erscheint in der Wochenansicht als kleiner Statuspunkt am oberen Rand jeder Tagesspalte (Montag bis Freitag).
  • Trägerverwaltung: Kita auswählen und den Bereich Dienstplan öffnen — die Ampel erscheint ebenfalls in der Wochenansicht je Tagesspalte.

📷 Screenshot: Wochenansicht des Dienstplans mit den farbigen Deckungs-Punkten über den Tagesspalten

Was die Ampel anzeigt

Pro Tag wird ein Statuspunkt mit Symbol dargestellt:

Status Farbe Bedeutung
Ausreichend besetzt Grün Genügend Personal eingeplant. Bewusst dezent — nur ein grüner Punkt, keine Zahl.
Knapp besetzt Orange Besetzung ist eng. Die konkrete Lücke wird als Zahl angezeigt.
Unterbesetzt Rot Zu wenig Personal. Die konkrete Lücke wird als Zahl angezeigt.
Kein Personal geplant Grau Für den Tag ist noch keine Schicht eingetragen (Hinweis „kein Personal", keine Zahl).
Geschlossen Grau (Schloss-Symbol) Schließtag — an diesen Tagen ersetzt das Schließtag-Kennzeichen die Ampel (siehe Abschnitt 2).

Die angezeigte Lücke entspricht der Differenz „benötigtes minus eingeplantes (gewichtetes) Personal", auf eine Nachkommastelle gerundet. Beispiel: Steht am Punkt 1,5, fehlen rechnerisch eineinhalb Stellen für diesen Tag. Liegt die Lücke unter 0,1, wird keine Zahl angezeigt.

Rechenbeispiel: An einem Dienstag sind rechnerisch 4,2 (gewichtete) Fachkräfte nötig, eingeplant sind aber nur 3,5. Die Differenz beträgt 4,2 − 3,5 = 0,7 — der Punkt steht auf Orange (knapp) bzw. Rot und zeigt die Lücke 0,7. Wird anschließend eine zusätzliche Schicht eingetragen, die 0,7 Fachkräfte abdeckt, sinkt die Differenz unter 0,1, die Zahl verschwindet und der Punkt wird grün (Ausreichend besetzt).

Detail per Mouseover

Mit der Maus über den Punkt fahren — der Tooltip zeigt den Status-Text, die Auslastung in Prozent und, falls vorhanden, „… Stellen fehlen" sowie einen Datenqualitäts-Hinweis.

Datenqualitäts-Hinweis (Info-Symbol)

Sind die Eingangsdaten unvollständig, erscheint neben der Ampel ein Info-Symbol (im Kita-Konto ein „i", in der Trägerverwaltung ein Warndreieck). Der zugehörige Tooltip nennt den Grund, z. B.:

  • „… Kinder ohne Geburtsdatum" — ohne Geburtsdatum lässt sich der altersabhängige Betreuungsbedarf nicht genau bestimmen.
  • „Standard-Schlüssel aktiv" bzw. „Kein Standort-Personalschlüssel hinterlegt – Standardwerte" — es wird der allgemeine Standard statt eines eigens hinterlegten Personalschlüssels gerechnet.

In diesen Fällen ist die Ampel ein Richtwert, kein exakter Wert.

Sofort-Aktualisierung

Die Ampel rechnet mit der aktuell sichtbaren Planung. Wird eine Schicht hinzugefügt, verschoben oder gelöscht oder eine Abwesenheit geändert, passt sich der betroffene Tag unmittelbar an.

Zum Testen / worauf achten:

  • In einer Woche mit Lücke eine zusätzliche Schicht eintragen und prüfen, ob der Punkt sofort von Rot/Orange Richtung Grün wechselt und die Lückenzahl sinkt.
  • Bei einem Kind ohne Geburtsdatum prüfen, ob das Info-Symbol erscheint und der Tooltip den Grund nennt.
  • Samstag und Sonntag tragen bewusst keine Ampel.
  • An einem Schließtag erscheint statt der Ampel das Schließtag-Kennzeichen.

In der Team-App (mobil)

Dieselbe Deckungsinfo steht auch in der Team-App (Erzieher-App) zur Verfügung — als reine Anzeige. So ist die Besetzungslage auch unterwegs sichtbar, etwa für den morgendlichen Blick auf einen kurzfristigen Ausfall.

  • Wo: In der Team-App den Dienstplan öffnen. Je Tag erscheint unter dem Datum ein Deckungs-Kennzeichen — sowohl in der Tagesansicht als auch in der Wochenansicht (ein Kennzeichen pro Tag).
  • Was: Pro Tag wird ein Status mit farbigem Punkt angezeigt — Deckung gesichert (grün), Knappe Deckung (orange) oder Unterbesetzt (rot). Bei knapper Besetzung und Unterbesetzung wird zusätzlich die konkrete Lücke ergänzt, z. B. 2 fehlend. Lässt sich die Deckung mangels Daten nicht berechnen, steht neutral Deckung unbekannt.
  • Datenqualitäts-Hinweis: Sind die Eingangsdaten unvollständig, erscheint unter dem Kennzeichen ein dezenter Hinweis mit Info-Symbol, z. B. „… Kind(er) ohne Geburtsdatum – Wert ggf. ungenau" oder „Standard-Personalschlüssel – Wert ggf. ungenau". In diesen Fällen ist der Wert ein Richtwert.
  • Nur Anzeige: In der Team-App lässt sich die Deckung nicht bearbeiten — Status, Farben und Berechnung sind identisch zur Deckungs-Ampel im Kita-Konto; die Planung selbst bleibt dort.

📷 Screenshot: Dienstplan der Team-App mit dem Deckungs-Kennzeichen unter dem Tagesdatum

Zum Testen / worauf achten:

  • Das Kennzeichen erscheint nur, wenn die Benutzergruppe den Dienstplan lesen darf; ohne Freischaltung ist der Dienstplan in der Team-App nicht zugänglich.
  • Status, Farben und Lückenwert müssen mit der Deckungs-Ampel im Kita-Konto für denselben Tag übereinstimmen.
  • An Schließtagen zeigt die Team-App das Schließtag-Kennzeichen (siehe Abschnitt 2); ein zusätzliches Deckungs-Kennzeichen entfällt dort, da der Tag bereits als geschlossen erklärt ist.

2. Schließtage der Einrichtung

Schließtage sind Tage, an denen die Einrichtung ganz oder teilweise geschlossen ist. Sie werden zentral gepflegt und erscheinen anschließend im Dienstplan, in der Team-App und in der Eltern-App. Im Personalschlüssel zählen sie neutral als „Geschlossen" (kein Betreuungsbedarf, kein Alarm).

Schließtage pflegen (Kita-Konto)

Die Pflege erfolgt in den Einrichtungs-Einstellungen.

  1. Im Menü die Einstellungen der Einrichtung öffnen (Reiter Einstellungen).
  2. Zum Abschnitt Schließtage (Dienstplan) scrollen.
  3. Über die Pfeile das gewünschte Jahr wählen (Jahresansicht).
  4. Auf Zeitraum hinzufügen klicken.
  5. Im Dialog ausfüllen:
    • Von — Startdatum.
    • Bis (optional) — Enddatum; leer lassen für einen einzelnen Tag.
    • Typ — siehe Tabelle unten.
    • Bezeichnung (optional) — z. B. „Sommerferien".
  6. Auf Speichern klicken.

Ein ganzer Zeitraum (z. B. komplette Ferien) wird als ein Eintrag angelegt, nicht Tag für Tag. Bestehende Einträge lassen sich über das Stift-Symbol bearbeiten und über das Papierkorb-Symbol löschen.

📷 Screenshot: Abschnitt „Schließtage (Dienstplan)" mit Jahresnavigation, Tabelle und Dialog „Schließtag anlegen"

Schließtag-Typen

Typ Beschreibung
Schließtag Allgemeiner Schließtag.
Brückentag Einzelner Brückentag zwischen Feiertag und Wochenende.
Teamtag Team-/Konzeptionstag.
Ferien Ferienzeitraum.

Anzeige der Schließtage

Ort Darstellung
Dienstplan (Kita-Konto & Trägerverwaltung) Die Tagesspalte ist dezent hinterlegt und trägt ein Kennzeichen mit dem Typ-Namen (mit Schloss-Symbol). Die Deckungs-Ampel entfällt an diesem Tag. Bei hinterlegter Bezeichnung erscheint sie im Mouseover.
Team-App (Erzieher:innen) Im Dienstplan der Team-App erscheint zum geschlossenen Tag ein Schließtag-Kennzeichen mit Typ-Name (und ggf. Bezeichnung). Reine Anzeige — die Pflege bleibt im Kita-Konto.
Eltern-App Unter Termine erscheint die Liste Schließtage mit dem Untertitel „Tage, an denen die Einrichtung geschlossen ist." Pro Eintrag werden Datum und Typ-Name angezeigt.
PDF-/Druck-Export Im exportierten Dienstplan werden geschlossene Tage neutral markiert und mit dem Typ-Namen beschriftet.

Zum Testen / worauf achten:

  • Einen Zeitraum als Ferien anlegen und prüfen, ob im Dienstplan jeder Tag des Zeitraums das Kennzeichen trägt und die Ampel dort entfällt.
  • In der Eltern-App unter Termine prüfen, ob der Schließtag mit korrektem Typ-Namen erscheint.
  • In der Team-App im Dienstplan denselben Tag prüfen.
  • Den Dienstplan als PDF exportieren und prüfen, ob der geschlossene Tag markiert und beschriftet ist.

3. Planungsprofil je Mitarbeiter:in

Das Planungsprofil hinterlegt pro Person Rahmenbedingungen für die Planung. Es trennt klar zwischen harten Grenzen (verbindlich) und Wünschen (Bevorzugung). Es gibt bewusst kein Freitext- oder Begründungsfeld (Datenschutz).

Wo zu finden

  • Kita-Konto: Über das Mitarbeiter-Profil im Arbeitszeit-Bereich der Mitarbeitenden.
  • Trägerverwaltung: Im Bereich Personal die Person öffnen (Mitarbeiter-Profil); der Abschnitt erscheint dort unter den Arbeitszeit-Angaben.

📷 Screenshot: Mitarbeiter-Profil mit den zwei abgesetzten Blöcken „Harte Grenzen (Verfügbarkeit)" und „Wünsche"

Harte Grenzen (Verfügbarkeit)

Überschrift: Harte Grenzen (Verfügbarkeit) — „Verbindliche Grenzen für die Planung — werden nicht überschrieben."

Feld Bedeutung
Feste freie Tage Wochentage, an denen die Person nie eingeplant wird (Mehrfachauswahl).
Max. Arbeitstage pro Woche Auswahl von 1 bis 7 Tagen oder Keine Einschränkung.
Nicht einsetzen nach Uhrzeit, nach der keine Schicht beginnt/endet. „Leer = keine Grenze."

Wünsche

Überschrift: Wünsche — „Bevorzugung — wird bei der Planung berücksichtigt, ist aber keine harte Grenze."

Feld Optionen
Bevorzugte Schicht Keine Präferenz, Frühschicht oder Spätschicht.

Bedienung

  1. Das Mitarbeiter-Profil in den Bearbeiten-Modus versetzen.
  2. Unter Harte Grenzen die festen freien Tage, die maximalen Arbeitstage und ggf. die Uhrzeit „Nicht einsetzen nach" setzen.
  3. Unter Wünsche die bevorzugte Schicht wählen.
  4. Auf Speichern klicken.

Leere Felder bedeuten „keine Vorgabe". Die hinterlegten Werte fließen direkt in die assistierte Dienstplanung ein (siehe Abschnitt 4).

Zum Testen / worauf achten:

  • Einen festen freien Tag setzen, speichern, das Profil erneut öffnen — der Wert muss erhalten bleiben.
  • Darauf achten, dass es kein Freitext-/Begründungsfeld gibt (bewusst, Datenschutz).
  • In der Trägerverwaltung und im Kita-Konto sind dieselben Felder und Beschriftungen vorhanden.

4. Assistierte Dienstplanung (Vorschläge)

Die assistierte Planung schlägt Besetzungen vor, ohne dabei etwas am Plan zu verändern. Alle Vorschläge sind Entwürfe und werden erst nach ausdrücklicher Übernahme in den Dienstplan geschrieben. Zu jedem Vorschlag werden die eingehaltenen Regeln offen ausgewiesen — keine Black Box.

Wo zu finden

Im Kita-Konto über das Hauptmenü Dienstplan. Über das Neu-Menü (Plus/„Mehr") stehen zwei Funktionen bereit:

  • Ausfall melden — Vorschläge für eine einzelne ausgefallene Besetzung.
  • Woche füllen — Vorschläge für eine ganze Woche.

📷 Screenshot: Geöffnetes „Neu"-Menü im Dienstplan mit den Einträgen „Ausfall melden" und „Woche füllen"

4a. Ausfall melden (Einspring-Vorschläge)

Repariert eine Besetzungslücke, z. B. bei kurzfristiger Erkrankung.

  1. Im Neu-Menü Ausfall melden wählen — das Fenster Ausfall – Einspring-Vorschläge öffnet sich.
  2. Unter Ausfall die ausgefallene Person wählen.
  3. Von und Bis des Zeitraums setzen.
  4. Sobald Person und Zeitraum gewählt sind, werden automatisch bis zu drei Vorschläge berechnet (jeweils nummeriert mit Person, Datum und Diensttyp).
  5. Beim passenden Vorschlag auf Übernehmen klicken — die Schicht wird angelegt.

Jeder Vorschlag zeigt eine Begründung in zwei Arten von Kennzeichen:

  • Pluspunkte (weich): Gründe, warum die Person gut passt — z. B. „schließt Betreuungslücke der Gruppe", „ersetzt die ausgefallene Schicht 1:1", „in Gruppe … vertraut", „Frühdienst entspricht der Präferenz" / „Spätdienst entspricht der Präferenz", „… h unter Wochensoll", „hatte diese Woche noch keinen Zusatzdienst".
  • Eingehaltene harte Grenzen (mit Häkchen): verbindliche Regeln, die der Vorschlag nicht verletzt — z. B. „11h Ruhezeit eingehalten", „werktägliche Höchstarbeitszeit eingehalten", „Schichtende innerhalb des Profil-Limits", „kein fester freier Tag", „nicht über max. Arbeitstage/Woche", „nicht über Wochenstunden", „Fachkraft-Mix der Gruppe gewahrt".

Durchgespieltes Beispiel: Eine Person fällt am Mittwoch für die Frühschicht aus. Unter Ausfall wird diese Person gewählt, Von und Bis auf den Mittwoch gesetzt. Das System berechnet daraufhin drei Vorschläge. Beim ersten Vorschlag stehen beispielhaft als Pluspunkte (weich) „in Gruppe … vertraut" (vertraut in der Gruppe Marienkäfer) und „… h unter Wochensoll" (3 h unter Wochensoll), und als eingehaltene harte Grenzen (mit Häkchen) „11h Ruhezeit eingehalten" und „kein fester freier Tag". An diesem Vorschlag auf Übernehmen klicken — die Schicht für den Mittwoch wird angelegt.

Findet das System keine zulässige Besetzung, erscheint klar „Keine zulässige Besetzung gefunden." (kein Fehler).

📷 Screenshot: Fenster „Ausfall – Einspring-Vorschläge" mit nummerierten Vorschlägen und Begründungs-Kennzeichen

4b. Woche füllen (Wochen-Vorschlag)

Schlägt mehrere Schichten für die aktuell angezeigte Woche vor.

  1. In die gewünschte Woche navigieren.
  2. Im Neu-Menü Woche füllen wählen.
  3. Über dem Plan erscheint die Vorschau Entwurf — „Wochen-Vorschlag – noch nicht im Plan". Jede vorgeschlagene Schicht erscheint als Karte mit Person, Datum, Diensttyp und denselben Begründungs-Kennzeichen wie oben.
  4. Einzelne Vorschläge können vorab über das × auf der Karte verworfen werden („Diese Schicht verwerfen").
  5. Zum Schluss eine der Aktionen wählen:
    • … übernehmen — schreibt die verbliebenen Vorschläge in den Plan (die Schaltfläche zeigt die Anzahl).
    • Verwerfen — schließt den Entwurf, ohne etwas zu speichern.

Solange der Entwurf offen ist, ist nichts im Plan gespeichert.

📷 Screenshot: Entwurf-Overlay „Wochen-Vorschlag – noch nicht im Plan" über dem Dienstplan mit Vorschlags-Karten

Hinweis bei unvollständigen Stammdaten

Fehlen Stammdaten, erscheint in beiden Funktionen ein Hinweis „Unvollständige Stammdaten – …" mit den konkreten Punkten, etwa:

  • „… Mitarbeiter ohne hinterlegte Wochenstunden — Vorschläge können das Wochensoll nicht prüfen",
  • „… Kind ohne auswertbares Geburtsdatum — der Betreuungsbedarf ist ggf. ungenau",
  • „Kein Personalschlüssel konfiguriert — es gilt der Standard-Schlüssel des Bundeslandes".

Die Vorschläge werden trotzdem berechnet, sind dann aber eingeschränkt aussagekräftig.

Zum Testen / worauf achten:

  • Vor dem Klick auf Übernehmen prüfen, dass kein Eintrag im Plan steht — erst die Übernahme schreibt.
  • Bei einer Person mit hinterlegtem festen freien Tag prüfen, dass für diesen Tag kein Vorschlag kommt bzw. die harte Grenze als eingehalten ausgewiesen wird.
  • Eine Schicht-Präferenz setzen und prüfen, ob der passende Pluspunkt erscheint.
  • Bei fehlenden Wochenstunden prüfen, ob der Stammdaten-Hinweis erscheint.
  • In Woche füllen einzelne Karten verwerfen und prüfen, dass die Übernahme-Anzahl mitzählt.

5. Personalbedarfs-Prognose (Trägerverwaltung)

Die Personalbedarfs-Prognose zeigt für jede Kita und als Träger-Summe den voraussichtlichen Personalbedarf über die kommenden Monate in Vollzeitäquivalenten (VZÄ). Sie wird ausschließlich aus Bestandsdaten gerechnet (Geburtsdaten, Buchungs-Laufzeiten, vorhandenes Personal) — ohne erfundene Annahmen.

Wo zu finden

In der Trägerverwaltung den Bereich Controlling öffnen und oben auf den Reiter Prognose wechseln (neben Übersicht & Deckung).

📷 Screenshot: Controlling mit aktivem Reiter „Prognose" und der Monats-Tabelle je Kita

Steuerung (oben)

  • Horizont — Vorschau-Zeitraum (Monate voraus).
  • Annahme: Nachbelegungs-Quote — optionaler Anteil freiwerdender Plätze, der voraussichtlich nachbesetzt wird. „0 % = nur bekannte Effekte." Annahme-Werte werden getrennt ausgewiesen und nicht in den bekannten Bedarf eingerechnet.

Aufbau der Tabelle

Pro Kita (und als Träger-Summe (VZÄ)) gibt es eine Monatszeile mit:

Zeile Bedeutung
Bedarf VZÄ (Kennzeichen Bekannt) Bekannter Bedarf je Monat aus Bestandsdaten.
Bedarf VZÄ (mit Annahme) (Kennzeichen Annahme) Nur sichtbar, wenn die Nachbelegungs-Quote über 0 % liegt; separat ausgewiesen.
Delta VZÄ Differenz „vorhandenes Personal minus Bedarf", farblich markiert: Gedeckt (grün), Knapp (gelb), Unterdeckung (rot).
Ereignisse Anmerkungen je Monat — siehe unten.

Bekannte Fakten und die optionale Nachbelegungs-Annahme sind also in getrennten Zeilen klar voneinander unterschieden.

Durchgerechnetes Beispiel: Für die Kita Sonnenschein steht im September in der Zeile Bedarf VZÄ (Kennzeichen Bekannt) ein Bedarf von 9,4 VZÄ, das vorhandene Personal beträgt 8,9 VZÄ. Daraus ergibt sich in der Zeile Delta VZÄ ein Wert von 8,9 − 9,4 = −0,5 — farblich rot markiert (Unterdeckung). In der Zeile Ereignisse steht für diesen Monat z. B. „… Krippe→Kiga-Übergänge" (8 Krippe→Kiga-Übergänge), was den höheren Bedarf erklärt. Wird oben unter Annahme: Nachbelegungs-Quote z. B. 50 % gesetzt, erscheint zusätzlich die getrennte Zeile Bedarf VZÄ (mit Annahme) (Kennzeichen Annahme) mit einem entsprechend höheren Wert — die Zeile Bedarf VZÄ (Kennzeichen Bekannt) bleibt davon unberührt bei 9,4.

Ereignis-Anmerkungen

In der Zeile Ereignisse werden monatsbezogene Hinweise eingeblendet, sobald sie aus den Daten hervorgehen, z. B.:

  • „… Einschulungs-Abgänge",
  • „… Krippe→Kiga-Übergänge",
  • „… Kiga→Hort-Übergänge",
  • „… Abgänge (Buchungsende)".

So ist nachvollziehbar, warum sich der Bedarf in einem bestimmten Monat ändert.

Handlungs-Hinweis bei Unterdeckung

Besteht in mindestens einem Monat des Horizonts eine Unterdeckung, erscheint oben der Hinweis „Einstellungsvorlauf einplanen": „In mindestens einem Monat besteht Unterdeckung. Personalgewinnung benötigt Vorlauf — frühzeitig Stellen ausschreiben."

Vollständigkeits-Warnung

Hat eine Kita Datenlücken, erscheint zu ihr „Prognose eingeschränkt" mit der konkreten Ursache, z. B. „… Kinder ohne Geburtsdatum (Alters-Übergänge unsicher)", „… Mitarbeitende ohne hinterlegte Wochenstunden (Personal-Seite unsicher)" oder „Keine Personalschlüssel-Konfiguration (Bedarf nicht berechenbar)". Die Prognose ist dann nur eingeschränkt belastbar.

Zum Testen / worauf achten:

  • VZÄ bedeutet Vollzeitäquivalente; der Bedarf umfasst bekannte Buchungen, Alters-Übergänge und bekannte Abgänge — ohne Neuaufnahmen.
  • Die Nachbelegungs-Quote verändern und prüfen, dass die Annahme-Zeile erscheint/verschwindet und getrennt vom bekannten Bedarf bleibt.
  • Den Horizont umstellen und prüfen, dass sich die Anzahl der Monatsspalten ändert.
  • Bei einer Kita mit Datenlücke prüfen, ob die Warnung mit korrekter Ursache erscheint.
  • Bei rotem Delta prüfen, ob oben der Handlungs-Hinweis „Einstellungsvorlauf einplanen" erscheint.

6. Schließtage & Arbeitszeitkonto

Schließtage können das Soll im Arbeitszeitkonto reduzieren — getrennt einstellbar pro Schließtag-Typ. Dadurch entsteht für geschlossene Tage kein Minus-Saldo, wenn dies gewünscht ist.

Wo zu finden

In den Einrichtungs-Einstellungen (Reiter Einstellungen), im Abschnitt Zeiterfassung Einstellungen, unter Schließtage reduzieren das Soll.

📷 Screenshot: Abschnitt „Zeiterfassung Einstellungen" mit den vier Häkchen „Schließtage reduzieren das Soll"

Bedienung

Für jeden der vier Typen gibt es ein eigenes Häkchen:

  • Schließtag
  • Brückentag
  • Teamtag
  • Ferien
  1. Den/die gewünschten Typ(en) anhaken.
  2. Speichern.

Ist ein Typ aktiv, reduzieren entsprechende Schließtage das Soll im Arbeitszeitkonto.

Wichtiger Hinweis: rückwirkende Wirkung

Eine Änderung wirkt rückwirkend – bereits abgeschlossene Perioden bleiben unverändert.

Wird ein Typ aktiviert (oder deaktiviert), wirkt sich das auf das Arbeitszeitkonto rückwirkend aus — mit Ausnahme bereits abgeschlossener Abrechnungsperioden, die unverändert bleiben. Diese Einstellung daher bewusst und in Absprache setzen, da sie zurückliegende, noch offene Zeiträume neu bewertet.

Zum Testen / worauf achten:

  • Nach dem Setzen eines Häkchens prüfen, ob sich das Soll für betroffene, noch offene Tage im Arbeitszeitkonto ändert.
  • Prüfen, dass bereits abgeschlossene Perioden unverändert bleiben.
  • Die vier Typen einzeln testen — sie wirken unabhängig voneinander.

Voraussetzungen

  • Dienstplan, Deckungs-Ampel und assistierte Planung (Kita-Konto): Der Dienstplan ist an die Berechtigung Dienstplan gebunden. Mit Lesen ist die Ansicht möglich, zum Bearbeiten (Schichten anlegen, Vorschläge übernehmen) ist Schreiben erforderlich. Ohne Berechtigung ist der Bereich nicht zugänglich.
  • Schließtage pflegen: Erfordert dieselbe Schreib-Berechtigung wie der Dienstplan.
  • Schließtage & Arbeitszeitkonto / Einstellungen: Die Pflege erfolgt in den Einrichtungs-Einstellungen und erfordert die entsprechende Schreib-Berechtigung für die Einrichtung.
  • Planungsprofil: Wird im Mitarbeiter-Profil gepflegt und folgt den Berechtigungen für die Mitarbeiterdaten.
  • Personalbedarfs-Prognose: Steht ausschließlich in der Trägerverwaltung im Bereich Controlling zur Verfügung.
  • Team-App: Die Erzieher:innen sehen den Dienstplan nur mit entsprechender Freischaltung. Fehlt sie, erscheint „Keine Berechtigung für den Dienstplan" mit dem Hinweis, dass die Leitung dies freischalten kann.

Für eine korrekte Berechnung von Deckungs-Ampel, Vorschlägen und Prognose sollten folgende Stammdaten gepflegt sein: Geburtsdaten der Kinder, Wochenstunden und Qualifikation der Mitarbeitenden, Gruppen mit Betreuungsart sowie ein hinterlegter Personalschlüssel. Fehlen Daten, weisen die Funktionen über Info-Symbole bzw. Hinweistexte aktiv darauf hin.

Wenn etwas nicht funktioniert

Beobachtung Ursache Lösung
Keine Deckungs-Ampel sichtbar Es ist die Monats- oder Tagesansicht aktiv, oder es ist Samstag/Sonntag In die Wochenansicht wechseln; Wochenenden tragen bewusst keine Ampel.
Ampel grau mit „kein Personal" Für den Tag ist noch keine Schicht eingetragen Schichten eintragen — der Tag aktualisiert sich sofort.
Info-Symbol an der Ampel Kinder ohne Geburtsdatum oder kein eigener Personalschlüssel hinterlegt Geburtsdaten ergänzen bzw. Personalschlüssel der Einrichtung hinterlegen.
„Keine zulässige Besetzung gefunden" bei „Ausfall melden" Keine Person erfüllt alle harten Grenzen im Zeitraum Zeitraum oder Stammdaten (z. B. feste freie Tage, max. Arbeitstage) prüfen.
Hinweis „Unvollständige Stammdaten" bei den Vorschlägen Wochenstunden, Geburtsdaten oder Personalschlüssel fehlen Die genannten Stammdaten ergänzen; die Vorschläge werden dann genauer.
Schließtag erscheint nicht in App/Plan Eintrag im falschen Jahr angelegt oder noch nicht gespeichert In der Jahresansicht das richtige Jahr wählen und prüfen, ob der Eintrag gespeichert ist.
Prognose-Reiter zeigt „Keine Kitas für die Prognose verfügbar" Es sind keine auswertbaren Kitas/Daten vorhanden Stammdaten der Kitas pflegen (Personalschlüssel, Geburtsdaten, Buchungen).
Soll im Arbeitszeitkonto ändert sich nicht nach Häkchen Betroffener Zeitraum gehört zu einer bereits abgeschlossenen Periode Abgeschlossene Perioden bleiben bewusst unverändert; nur offene Zeiträume werden neu bewertet.
Schaltflächen im Dienstplan fehlen / nur Ansicht Nur Lese-Berechtigung vorhanden Schreib-Berechtigung für den Dienstplan anfragen.

Hinweise

  • Die Deckungs-Ampel, die Vorschläge und die Prognose nutzen dieselbe Personalschlüssel-Logik wie die Personaldeckung. Bei unvollständigen Stammdaten sind die Werte Richtwerte, keine exakten Zahlen — die Funktionen kennzeichnen dies sichtbar.
  • Vorschläge sind immer Entwürfe. Bis zur ausdrücklichen Übernahme wird nichts in den Dienstplan geschrieben.
  • Das Planungsprofil enthält bewusst kein Freitext-/Begründungsfeld; es werden nur Verfügbarkeitsgrenzen und ein Schicht-Wunsch hinterlegt (Datenschutz).
  • Schließtage werden einmal zentral gepflegt und überall nur angezeigt (Team-App, Eltern-App, PDF) — in den Apps gibt es keine Bearbeitung.
  • Die Einstellung „Schließtage reduzieren das Soll" wirkt rückwirkend auf das Arbeitszeitkonto; bereits abgeschlossene Perioden bleiben unverändert. Änderungen daher überlegt vornehmen.