Zeiterfassung
Die Zeiterfassung erfasst Arbeitszeiten per Stempeluhr (Check-in und Check-out) oder durch eine Eingabe von Hand. Pausen werden nach den Regeln der Einrichtung bewertet, und die Seite zeigt die Summen der Woche und des Monats.
Check-in und Check-out (Stempeluhr)
Am Rechner
Check-in:
- Bei mehreren Gruppen zuerst die Gruppe aus dem Auswahlfeld wählen
- Auf den grünen Knopf Check-in klicken
- Die Startzeit wird erfasst
- Der Knopf zeigt danach die Check-in-Zeit und die verstrichene Zeit
Check-out:
- Auf Check-out klicken
- Die Endzeit wird erfasst
- Die Arbeitszeit wird berechnet
Am Mobilgerät
Check-in:
- Auf den runden Knopf unten rechts tippen
- Bei mehreren Gruppen die Gruppe auswählen
- Die Startzeit wird erfasst
Check-out:
- Erneut auf den Knopf tippen
- Die Endzeit wird erfasst
Notiz beim Check-in
Beim Check-in lässt sich eine kurze Notiz hinterlegen, zum Beispiel:
- Zahntermin vor Arbeit
- Verspätet wegen Verkehr
Zeiterfassung von Hand
Für nachträgliche Einträge und Korrekturen.
Zuerst prüfen: ist diese Möglichkeit überhaupt offen? Hat die Einrichtung eingestellt, dass die Arbeitszeit ausschließlich per Stempeln erfasst wird, entfällt die Eingabe von Hand vollständig, auch für den heutigen Tag. Dann fehlt der Eintrag Zeiteintrag hinzufügen im Aktionsmenü, die Zeitvorlagen werden nicht mehr angeboten, und ein Klick auf eine leere Kalenderzelle meldet: „In dieser Einrichtung wird die Arbeitszeit ausschließlich per Stempeln erfasst." Erfasst wird dann nur noch durch Ein- und Ausstempeln. Wer alle Zeiten verwalten darf, legt weiterhin Einträge an und korrigiert sie.
Getrennt davon steuert die Einstellung Mitarbeitende dürfen eigene Zeiteinträge nachträglich ändern, ob abgeschlossene eigene Einträge noch geändert oder gelöscht werden dürfen. Ist sie aus, ist auch das Nachtragen für einen vergangenen oder künftigen Tag gesperrt; die Meldung nennt dann den Grund.
Zeiteintrag erstellen
1. Im Aktionsmenü auf Zeiteintrag hinzufügen klicken
ODER: auf eine leere Zelle im Kalender klicken
2. Die Felder ausfüllen:
- Mitarbeiter: nur mit Schreibrecht für alle
- Gruppe: bei mehreren Gruppen
- Datum: Tag der Arbeit
- Von: Startzeit
- Bis: Endzeit
- Pause: in Minuten
- Notiz: optional
3. Auf Speichern klicken
Dauer oder Von und Bis
Es gibt zwei Wege:
- Von und Bis eingeben: die Dauer wird berechnet
- Dauer direkt eingeben: überschreibt die Berechnung aus Von und Bis
Pausen
Pausenregeln der Einrichtung
Die Einrichtung hinterlegt in ihren Einstellungen unter Automatische Pausenregeln, ab welcher Arbeitszeit welche Pause gilt. Ohne eigene Regeln gelten die gesetzlichen Werte:
| Arbeitszeit | Mindestpause |
|---|---|
| bis 6 Stunden | keine |
| über 6 bis 9 Stunden | 30 Minuten |
| über 9 Stunden | 45 Minuten |
Maßgeblich ist die Arbeitszeit, nicht die Anwesenheit: wer 6:30 Stunden anwesend ist und 30 Minuten Pause macht, arbeitet 6:00 Stunden und schuldet keine Pause.
Die drei Modi der Pausenautomatik
In den Einstellungen der Einrichtung steht das Feld Pausenautomatik mit drei Möglichkeiten. Davon hängt ab, was bei einer zu kurzen Pause geschieht:
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Keine Automatik | Pausen werden nicht angepasst, es erscheint auch keine Warnung. Gespeichert wird genau das Erfasste. |
| Warnung anzeigen (Vorbelegung) | Die erfasste Pause bleibt unverändert und die Arbeitszeit wird so gespeichert, wie sie erfasst wurde. Bei Unterschreitung erscheint ein Warnhinweis. |
| Automatisch anpassen | Die Pause wird auf die Mindestpause angehoben und von der Arbeitszeit abgezogen. Die Netto-Arbeitszeit fällt entsprechend geringer aus. |
Der Abzug eines abgeschlossenen Eintrags wird festgehalten: eine spätere Änderung der Einstellung oder der Regeln verschiebt bereits erfasste Tage nicht mehr.
Pausen-Warnung
Liegt die erfasste Pause unter dem Sollwert, erscheint am Tag ein Warndreieck mit dem Wort Pause!. Beim Zeigen darauf steht der Hinweis „Mindestpause unterschritten (ArbZG)". In den Modi Warnung anzeigen und Automatisch anpassen wird bewertet, bei Keine Automatik nicht.
Anzeige
Im Kalender steht bei jedem Tag:
Brutto: 8h 30min (Check-in bis Check-out)
Pause: 30min / 30min (Ist / Soll)
Netto: 8h (Brutto minus Pause)
Kalender-Ansicht
Wochenansicht (Standard)
- Zeigt sieben Tage (Montag bis Sonntag)
- Navigation mit den Pfeilen
- Wochenendtage lassen sich über die Einstellung Wochenende anzeigen der Einrichtung ausblenden
Monatsansicht
- Zeigt alle Tage des Monats
- Nützlich für die Monatsübersicht
Umschalten
Die Knöpfe Woche und Monat stehen über dem Kalender.
Darstellung pro Tag
Jeder Zeiteintrag zeigt:
- Gruppe (falls vorhanden)
- Von-Bis-Zeiten
- Status offen, wenn noch nicht ausgecheckt wurde
- Dauer bei abgeschlossenen Einträgen
- Papierkorb-Symbol bei entsprechender Berechtigung
Statistiken
Wochenstatistik (oben)
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Gearbeitet | Summe der Netto-Stunden dieser Woche |
| Soll | Vertragsstunden pro Woche |
| Differenz | Plus (Überstunden) oder Minus (Fehlstunden) |
| Tage | Anzahl der Arbeitstage dieser Woche |
Hinweis beim Soll
Beim Zeigen auf Soll erscheinen die Vertragsdetails, zum Beispiel „40h/Woche auf 5 Tage = 8h/Tag".
Wochensumme (im Kalender)
Am Ende der Woche steht die Gesamtsumme aller Netto-Stunden.
Gruppen
Bei mehreren Gruppen
- Am Rechner: Auswahlfeld für die Gruppe vor dem Check-in
- Am Mobilgerät: Auswahlfenster beim Check-in
- Standard-Gruppe: mit Stern markiert und automatisch vorausgewählt
Bei einer Gruppe
- Keine Auswahl nötig
- Einträge werden automatisch zugeordnet
Gruppe beim Eintrag von Hand
Im Erfassungsfenster lässt sich die Gruppe wählen, wenn für eine andere Gruppe erfasst wird.
Zeiteintrag bearbeiten
- Auf einen bestehenden Eintrag klicken
- Das Bearbeitungsfenster öffnet sich
- Die gewünschten Felder ändern
- Auf Speichern klicken
Ob eigene abgeschlossene Einträge geändert werden dürfen, entscheidet die Einstellung der Einrichtung (siehe oben). Die Leitung kann in jedem Fall korrigieren.
Änderungsverlauf
Die Leitung kann sehen:
- Wer hat den Eintrag erstellt?
- Wer hat wann geändert?
- Welche Felder wurden geändert?
Zeiteintrag löschen
- Über einen Eintrag im Kalender fahren
- Auf das Papierkorb-Symbol klicken
- Das Löschen bestätigen
Hinweis: Gelöschte Einträge werden getrennt angezeigt und zählen nicht in die Statistik.
Export
PDF-Export
- Über dem Kalender auf PDF klicken
- Die angezeigte Woche oder der angezeigte Monat wird ausgegeben
- Enthalten sind Einträge, Statistik und Name
CSV-Export
- Über dem Kalender auf CSV klicken
- Die Datei lässt sich in Excel oder Google Sheets öffnen
- Nützlich für die Lohnbuchhaltung
Tipps
Für Mitarbeitende
- Morgens den Check-in nicht vergessen, am besten zur Gewohnheit machen
- Pause korrekt erfassen, je nach Einstellung der Einrichtung wird gewarnt oder abgezogen
- Notizen nutzen für besondere Vorkommnisse
- Wochenstatistik prüfen, um Über- und Unterstunden im Blick zu behalten
Für die Leitung
- Offene Einträge prüfen, wenn jemand das Auschecken vergessen hat
- Pausen-Warnungen beachten und die gesetzlichen Vorgaben einhalten
- Monatlich exportieren für die Lohnabrechnung
- Änderungsverlauf nutzen bei Unklarheiten
Berechtigungen
| Berechtigung | Eigene Zeiten | Andere Mitarbeiter |
|---|---|---|
| Keine | Kein Zugriff | Kein Zugriff |
| Lesen (eigene) | Ansehen | – |
| Schreiben (eigene) | Check-in und Check-out, Erstellen, Bearbeiten | – |
| Lesen (alle) | Ansehen | Ansehen |
| Schreiben (alle) | Vollzugriff | Vollzugriff |
Ohne Berechtigung ist der Bereich nicht zugänglich.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn das Auschecken vergessen wurde?
Der Eintrag bleibt als offen markiert. Die Endzeit lässt sich später nachtragen, sofern die Einrichtung eigene Korrekturen erlaubt; sonst übernimmt das die Leitung.
Lassen sich Zeiten für vergangene Tage erfassen?
Das hängt an zwei Einstellungen der Einrichtung. Erfasst die Einrichtung ausschließlich per Stempeln, ist die Anlage von Hand für alle Tage gesperrt. Ist nur die nachträgliche Änderung eigener Einträge abgeschaltet, lässt sich von Hand ausschließlich für den heutigen Tag erfassen. Steht beides offen, geht es über Zeiteintrag hinzufügen oder über einen Klick auf den gewünschten Tag.
Warum erscheint eine Pausen-Warnung?
Das Arbeitszeitgesetz schreibt Mindestpausen vor. Kindy vergleicht die erfasste Pause mit der Regel der Einrichtung und weist auf eine Unterschreitung hin. Ob dabei nur gewarnt oder die Pause zusätzlich abgezogen wird, entscheidet die Pausenautomatik.
Wie berechnet sich die Differenz?
Differenz = Gearbeitet minus Soll. Ein positiver Wert bedeutet Überstunden, ein negativer bedeutet Fehlstunden.